Eine Orientierungshilfe für die Berufswahl junger Menschen ist das Freiwillige Soziale Jahr. Aber wie sieht es mit dem freiwilligen, sozialen Einsatz für Menschen in den reifen Jahren des Lebens aus? Werden sie überhaupt noch gebraucht? Oder leben sie nur noch das, was für sie alleine nützlich ist?

Die ehrenamtlichen Einsatzmöglichkeiten im Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr sind überraschend vielfältig und Sinn machend. Und erstaunlich viele Menschen in einer späteren Lebensphase bringen hier ihre soziale Kompetenz mit ein.

Reanimationstraining am Diakonissenkrankenhaus

Mitte April 2015 brach Herr Wolfgang D. während eines Golfspiels ganz plötzlich zusammen. Er hatte einen Herzinfarkt, Kammerflimmern und einen Herz-Kreislaufstillstand. Er ist 45 Jahre alt, ein gut trainierter Sportler, gesund und Nichtraucher. Eigentlich gehört er damit gar nicht zu den gefährdeten Personen. Und dennoch ist es passiert.

Patiententag am 24. November um 16:30 Uhr im Veranstaltungssaal des Diakonissenkrankenhauses, Diakonissenstr. 28 in Karlsruhe-Rüppurr

Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die sich in einer verminderten Bruchfestigkeit des Knochens und erhöhtem Frakturrisiko äußert. Der menschliche Knochen befindet sich in einem ständigen Auf- und Abbauprozess. Durch Alterung, hormonelle Umstellung und Inaktivität kommt es zu einer Reduktion der Knochenmasse - die Balance des Knochen Ab- und Aufbaus kommt ins Ungleichgewicht. Hierdurch werden sowohl die feinen Knochenbälkchen, als auch die krafttragenden Strukturen des Knochens vermindert. Bei einer kritisch reduzierten Knochenmasse kann der Knochen seine mechanischen Aufgaben nicht mehr erfüllen, zunächst brechen kleine Knochenbälkchen, schließlich kann die Erkrankung bei nicht adäquaten Belastungen, selbst auch unter Alltagsbedingungen, zu Frakturen führen. Die Wirbelsäule spielt hierbei eine große Rolle, da Frakturen der Wirbelsäule häufig schon in der Anfangsphase der Osteoporose auftreten und langfristig zu einer Verformung der Wirbelsäule führen können.

Mehr Patientenkomfort bei MRT-Untersuchungen durch neueste Technik

„Jetzt steht er da!“ freut sich Dr. med. Ingo Scheppers, Chefarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr. „Er“ ist der neue Magnetresonanztomograph, kurz MRT, der gestern dem Diakonissenkrankenhaus geliefert wurde. In einer spektakulären Aktion wurde das 4,5 Tonnen schwere Großgerät in strömendem Regen mit Hilfe eines Krans über 20 m Höhe durch ein geöffnetes Flachdach in die Radiologie eingelassen.

„Dieses Gerät ist das erste seiner Art, das wir in Deutschland aufstellen“ erklärt Gerold Bahls, Projektmanager von der Fa. Philips GmbH mit leuchtenden Augen, während er das Gerät von der Decke aus in Empfang nimmt. „Und es ist auch das erste Mal, dass wir ein Gerät durch die Decke einbringen“ schmunzelt er.

Chronische Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung und Stuhlunregelmäßigkeiten sind die charakteristischen Beschwerden beim Reizdarm. Das Reizdarmsyndrom (RDS) kommt in 10- 15% der Bevölkerung vor, d.h. ca. 30.000 Menschen in Karlsruhe sind betroffen. Hat man in früherer Zeit das RDS oft als „eingebildete Erkrankung“ angesehen, so mehren sich in jüngster Zeit Erkenntnisse, dass beim Reizdarm mikroskopische Veränderungen in der Darmschleimhaut zu finden sind. Da viele ernste Erkrankungen des Verdauungstraktes mit ähnlichen Beschwerden einhergehen, gilt es diese vom Reizdarm zu unterscheiden. Haben Patienten mit Reizdarm ein erhöhtes Risiko für eine ernste Erkrankung oder Krebs? Ist die Lebenserwartung bei Reizdarm eingeschränkt? Was muss bei Verdacht auf Reizdarm untersucht werden? Kann man den Reizdarm heilen?

Auf diese und viele andere Fragen soll der AOK-Vortrag am 18.11. um 17 Uhr  im Veranstaltungssaal des Diakonissenkrankenhauses, Diakonissenstraße 28, Antworten liefern.

Experten informieren über Diagnostik und Therapie

Informationsveranstaltung zum Thema Endometriose mit erfahrenen Gynäkologen am 11. November 2015 im Städtischen Klinikum Karlsruhe

Wenn Frauen während ihrer monatlichen Regelblutung von heftigen Schmerzen geplagt werden, denken die wenigsten an eine ernsthafte Erkrankung. Doch starke Unterleibsschmerzen sind nicht normal. Sie müssen laut Professor Dr. med. Andreas Müller, Direktor der Frauenklinik am Städtischen Klinikum in Karlsruhe, „in jedem Fall gynäkologisch abgeklärt werden. Denn in 70-80 Prozent aller Fälle ist eine Endometriose Ursache für Schmerzen bei der Regel, beim Geschlechtsverkehr und auch für ungewollte Kinderlosigkeit.“ Jede zehnte Frau in Deutschland ist betroffen, darunter auch viele junge Frauen: Endometriose setzt oft schon mit der ersten Regelblutung ein. Durchschnittlich dauert es jedoch sechs Jahre bis die richtige Diagnose gestellt wird. Dabei ist eine frühe Diagnose wichtig, um rechtzeitig eine Therapie einzuleiten und spätere Unfruchtbarkeit zu verhindern.